3. Juli 2018

Löwenzahn-Blütenblätter-Likör aus der und für die Hexenküche

Im letzten Jahr habe ich Ende der Löwenzahn-Blütezeit einen Löwenzahn-Blütenblätter-Likör angesetzt.
Ich hatte keine Ahnung, wie lange er brauche würde zum Reifen und ob man ihn überhaupt trinken könnte. 
Nach 8 Wochen war er noch scharf wie "Nachbars Lumpi" *hüstel*. 
Nach 4 Monaten hatte sich immer noch nicht viel verändert. Auch nach einem halben Jahr noch nicht so wirklich.
Und so habe ich mich entschieden, den Likör frühestens im Frühling 2012 wieder zu probieren. Das wäre doch gelacht...nach einer gewissen Reifezeit...

Und was soll ich sagen? Er schmeckt richtig und wirklich und ganz ehrlich gut! 

Viele Rezepte vom Löwenzahn-Blüttenblätter-Likör verlangen die Verwendung einer Zitrone. Ich wollte aber den Löwenzahn selbst schmecken.

Ich finde, der Likör erinnert ein wenig an Honig und schmeckt auch ohne Zitrone etwas zitronig. 
Auf jeden Fall ist er etwas Besonderes und ich kann Euch nur empfehlen, ihn zu probieren.

Sicherlich gibt es auch Löwenzahnliköre, die nicht so lange reifen müssen. Aber gut Ding braucht Weile.....

  • Sammelt 100 g Löwenzahnblätter und zupft die Blüten ab. Achtet darauf, dass kein Grün vom Kelch mit hinein wandert. Und: zieht Handschuhe an. Die Blütenblätter färben ordentlich ab.
  • 125 g weißer Kandiszucker in ein großes Glas geben. Die Blütenblätter darauf geben
  • 500 ml Wodka und 125 ml Wasser darauf füllen und das Hochprozentige erstmal stehen lassen
  • Von Zeit zu Zeit das Glas schütteln, damit sich der Kandis auflösen kann.
Und jetzt braucht Ihr Zeit und vor allem viel Geduld!





10. April 2012

Erbsenpfannkuchen mit pochierten Eiern nach Mestolo


Kürzlich bei Ravenna entdeckt und von ihr sehr heiß empfohlen: Erbsenpfannkuchen mit pochiertem Ei von Mestolo.
Ich bin jetzt nicht so unbedingt der Erbsenfan schlechthin (vermutlich liegt das daran dass ich als Kind zu oft helfen musste, die kleinen Kügelchen aus der Schote zu "pfriemeln"), aber experimentierfreudig bin ich dennoch.
Ich wollte mir -faul wie ich manchmal sein kann- die Arbeit ersparen und habe die Erbsen tiefgefroren in den TM geschmissen. Heraus kam ein nettes hellgrünes Pülverchen, aber kein Erbsenpüree.

Erstmal von vorn:
  • 450 g Erbsen in den Mixtopf füllen, außerdem 2 Knoblauchzehen dazu geben. Auf Stufe 6 einige Sekunden mahlen.
  • 2 EL Maismehl (ich hatte keines und habe dafür 2 EL Dinkelvollkornmehl verwendet); 1 Ei; 1 Eigelb; Salz und Pfeffer dazugeben.
  • 1 Meßbecher mit Wasser füllen, in den Mixtopf geben und zu einem Püree mixen. Mit dem Wasser entsteht doch noch ein Püree...:

  • In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und jeweils drei Pfannküchlein backen. 

Pochierte Eier:

  • Einen Topf mit Wasser füllen, ca 100 ml Essig zugeben und erhitzen. Nach dem Kochen gleich die Hitze reduzieren.
  • 2 Eier jeweils in eine Espresso-Tasse einfüllen und in das siedende Wasser hineingleiten lassen.
  • Die Eier 4-5 Minuten ziehen lassen und mit einem Schaumlöffel vorsichtig herausholen.

Balsamico-Creme:

  • 100 g Balsamico in den gesäuberten Mixtopf geben und bei 90°C/Stufe 4/4 Min. ohne Meßbecher reduzieren. Der Balsamico wird dickflüssig und cremig.
Die warmgehaltenen Pfannkuchen auf der Balsamico-Creme mit dem pochierten Ei anrichten und mit Kressesprossen garnieren.

Es ist ein leichtes vegetarisches Gericht, das uns doch sehr überrascht hat mit seinem Geschmack. Der Balsamico harmoniert mit seiner feinen fruchtigen Säure wunderbar mit den Erbsenpfannkuchen. 

Danke, liebe Päm, dass Du das Rezept für uns entdeckt hast!

9. April 2012

Österlicher Hefekranz mit Lemon Curd

An Ostern ist Hefezopf Tradition, isn't it?



Schaut in die vielen schönen Blogs. Zum Beispiel zu Barbara, die sonst laut ihrer selbst nicht so der Hefezopf-Bäcker ist. 
Oder zu Bäcker Ketex, bei dem auch sonst immer gut Rat zu holen ist.
Oder zu Stefanie bei "Hefe und mehr", die außer dem Osternest noch zeigt, wie man ein Häschen formt; und auch sonst tolle Tipps zum Thema Backen hat.
Bei Fräulein Text, die uns so bekannt von der Initiative Sonntagssüß ist, gab uns ein "O". Auch mit Lemon Curd.
Kerstin ließ uns ein verboten-gutes Osterbrot da, außerdem ein süßes kleines Osterhäsle. Und noch eins.
Bei Juliane fand ich diese Osterhasen-Hefebrötchen.
Tanja präsentiert uns weitere Osternester, mit hübsch gestreiften Eiern.


Ich liebe Hefezopf. Ob nackig, mit Quarkcreme oder Nussfüllung. Aber saftiger ist der Zopf doch mit Füllung. 
Ein nettes Rezept von der Firma Häussler ist mir rechtzeitig zu Ostern ins Haus geflattert. Und da noch etwas Schmalz im Haus war (was es ohne Oma's Kartoffelkuchen nie gegeben hätte!) sollte dies seine Erfüllung im Häffezopf erhalten.
Außer Quark wollte ich was anderes im Zopf. Am Liebsten was Zitroniges, Frisches. Lemon Curd, selbst gemacht, was dem Liebsten aber nicht so schmeckt. Und den Kindern noch weniger. 
Aber der lieben Mama. Also bekommen die Mama, der Papa, die Oma und der Opa zum Ostersonntag-Familien-Kaffee-trinken einen verschlungenen Zopf mit Lemon Curd.

  • 220 ml Vollmilch in den Mixtopf geben mit 
  • 60 g Zucker; 50 g Butter; 15 g Schweineschmalz (achtet darauf, dass es ein wirklich Gutes ist!) und 30 g Hefe.
  • Den TM bei 37°C 5 Minuten laufen lassen und die Zutaten auf gleiche Temperatur bringen.
  • 20 g Vanillezucker zufügen, außerdem
  • eine Prise Salz; 1 Ei und
  • 500 g Mehl (Type 550).
  • Alles 7 Minuten auf der Knetstufe kneten lassen.

Den Teig zu einer Kugel formen und zugedeckt eine Stunde gehen lassen.


Lemon Curd:


  • 50 g Butter; 150 g Zucker; 2 EL geriebene Zitronenschale; 65 g Saft der Zitrone; 2 Eier

  • in den Mixtopf geben und alle Zutaten bei 90°C/20 Min/Stufe 2 ohne Messbecher kochen lassen.
  • Den Messbecher aufsetzen und 25 Sek/Stufe 6 verrühren.
  • Das Lemon Curd in ein Glas füllen und abkühlen lassen (ergibt gerade ein Glas)

Fertigstellen des Kranzes

  • Den Backofen auf 180°C vorheizen
  • Nun den Teig aus der Schüssel nehmen und auf der Arbeitsfläche viereckig ausrollen. Sollte der Teig "zäh" sein, dann ihn nur 1-2 Minuten entspannen lassen, danach lässt er sich weiter ausrollen.
  • 4-5 EL Lemon Curd auf den ausgerollten Teig geben und glatt streichen.



 




  • Zu einer Rolle formen und mit der Naht nach unten legen.
  • Mit einem Messer oder einer Teigspachtel in der Mitte teilen und
  • beide Teile umeinander schlingen. Am Besten in der Mitte beginnen.
  • Mit einem verquirlten Eigelb den Zopf einstreichen, mit Hagelzucker und Mandelsplittern bestreuen und in den Backofen schieben.
  • 20-25 Minuten backen lassen