3. November 2011

Herdhelden - Paradeiserpaste

Andere Länder - andere Sitten, das gilt auch im kulinarischen Bereich, wie ich jüngst erst festgestellt habe. Vor allem, was die Sprache, die Bezeichnung, den Dialekt angeht. In Sarah Wieners neuem Kochbuch "Herdhelden" gibt es eine Rubrik, die da heißt: Küchendolmetscher Österreich-Deutsch. Angefangen damit, dass ein "Striezel" Zopf heißt (ähem, im schwäbischen ist damit das Produkt des allmorgendlichen Toilettenganges gemeint, T'schuldigung!); Verhackert ist nicht etwa das, was in einem Horrorstreifen passiert, sondern Durchgedrehtes aus dem Fleischwolf, also Hackfleisch. Und Kranewitten sind kaum eine neu entdeckte Vogelart, nein, es ist die Bezeichnung von Wacholderbeeren. Und sollte ich einmal zu jemandem sagen "ich geb' Dir gleich ein Golatschen!", so wird ihm hinterher nicht die Wange von fünf Fingern gezeichnet sein, nein, er darf sich über eine Gaumenfreude in Form eines Kleingebäckes freuen;-).
Da passt doch für den folgenden Brotaufstrich die Bezeichnung "Paradeiserpaste" wesentlich besser. Gemeint sind damit Tomaten, das habt Ihr vielleicht schon einmal gehört? Und fast paradiesisch schmeckt die einfach zuzubereitende Paste durchaus.



  • 100 g getrocknete Tomaten in reichlich sprudelndem Salzwasser 3 Minuten kochen. Auf ein Sieb gießen, abtropfen lassen und zum Trocknen zwischen zwei Lagen Küchenpapier legen.
  • 80 g würziger Bergkäse in den Mixtopf geben, 2 Knoblauchzehen, und 6-8 Kapern zufügen und einige Sekunden auf Stufe 6 zerkleinern.
  • 100 ml Olivenöl zufügen und alles zu einer homogenen Masse mixen.
  • Mit etwas Pfeffer aus der Mühle und bei Bedarf mit wenig Zucker abschmecken.

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