4. Januar 2012

Festliches Filet Wellington nach Gaby mit glasierten Möhren und Sellerie-Birnen-Püree



Irgendwie kam Weihnachten wieder völlig überraschend. Ungeplant. Uneingeladen. 
Unpassend? Nein, nicht ganz. Ich sehnte mich nach Ruhe, Pause, Kraft schöpfen. Mein "mehr-als-Teilzeit-Job" fordert mich. Macht zwar viel Spaß, aber kostet auch Energie und Kraft. Und der Spagat zwischen Führungsposition im Job und als Mutter und Hausfrau mit hohen Ansprüchen an mich selbst ist manchmal einfach zu viel des Guten. Ich liebe es, für mehrere Personen gut zu kochen, sie zu verwöhnen. Aber allein die Muse fehlte mir dafür. Wie man auch ganz gut in meinem leicht verwaisten Blog erkennen kann. Daher war ich mehr als dankbar, als der Herr Frullino vorschlug, seine Mutter mit ins Boot zu nehmen, damit sie mich bei der Menüvorbereitung für den heiligen Abend unterstütze. Was sie auch gerne tat und uns alle mit einem wunderbaren "Kaviar-mousse mit Zwiebel-confit" überrascht und verwöhnte.
Als der Heiligabend nahte und immer noch keine Idee auftauchte, entdeckte ich zufällig bei Gaby das Filet Wellington, das ich noch so gut aus meiner Kindheit kannte und damals liebte. Und was ist passender zu Weihnachten als ein Rinderfilet von einem wirklich guten Metzger? Eben. Also Filet bestellt und bei Gaby nach der Zubereitung gespickt.

  • 1 gehackte Zwiebel, 4 Knoblauchzehen und 750 g in Scheiben geschnittenen Steinchampignons in einem Esslöffel Butterschmalz so lange dünsten, bis die Flüssigkeit verdampft ist.
  • 2 EL Cognac, 1 TL Honigsenf, 1 EL gezupfte Thyminablättchen, Salz und Pfeffer hinzufügen, und zur Seite stellen.
  • 1 kg Rinderfilet, gewaschen und von Sehnen befreit, in 2 EL Butterschmalz von allen Seiten anbraten. Herausnehmen, salzen und pfeffern und abkühlen lassen.
  • Das Filet in eine Alufolie legen, die Folie oben und seitlich zusammenfalten (der Bratensaft sollte nicht verloren gehen) und ca. 20 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 120°C garen.
  • Danach das Filet aus der Folie nehmen und abkühlen lassen.
  • 1 Rolle Blätterteig auf die Arbeitsplatte legen und das Filet auf einen Teil der Pilzmasse legen. Restliche Pilzmasse seitlich und auf das Filet geben, den Blätterteig um das Filet legen. Sollte der Blätterteig -wie bei mir- nicht reichen, einen weiteren Teil des Teiges zur Hilfe nehmen. Die Nahtstellen gut zusammendrücken.
  • Den restlichen Blätterteig in Streifen schneiden und damit das Filet im Teigmantel verzieren.
  • Das Filet Wellington mit der Naht nach unten auf ein Backblech legen und mit einem Eigelb mit 1 EL Milch verquirlt bestreichen. 
  • Im vorgeheizten Backofen bei 180°C garen und bei leicht geöffneter Backofentüre noch einige Minuten lassen.
  • Ich möchte Euch unbedingt Gabys Tipp ans Herz legen: Schneidet das Filet am Besten mit dem elektrischen Messer auf!


Als Beilagen gab es glasierte Möhren und ein Sellerie-Birnen-Püree. 


Glasierte Möhren:
  • 5-6 Möhren in Scheiben schneiden.
  • 30 g Butter in einer Pfanne schmelzen und 1 EL Zucker in die Pfanne streuen.
  • Die Möhren zugeben und einige Minuten dünsten. 
  • Mit ca 50 ml Wasser auffüllen und die Möhren mit etwas Salz und Pfeffer würzen.
  • 1/2 Bio-Zitrone abreiben und den Abrieb über die Möhren geben.
  • Weitere wenige Minuten die Möhren bissfest (!) garen.
Sellerie-Birnen-Püree:
  • 2 Birnen schälen und da Kerngehäuse entfernen, in wenig Spalten schneiden.
  • Eine Sellerieknolle schälen und in größere Würfel schneiden und zusammen mit den Birnenschnitzen in einen Topf mit 500 ml Milch geben und erhitzen. Alles ca 20 Min. kochen, bis das Gemüse weich ist.
  • Die Flüssigkeit abgießen, dabei auffangen.
  • Die Sellerie- und Birnenstücke pürieren, dabei immer wieder von der Kochflüssigkeit hinzufügen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
  • Mit Salz und Pfeffer würzen.

Es war ein leckeres Menu, dessen Abschluss mit einem Dessert gekrönt wurde, das -wenn auch noch so abgedroschen- jeder kennt und immer wieder gut ist, ein Vanilleeis mit heißen Himbeeren. Ein Foto braucht es nicht, Ihr habt genug Vorstellungskraft, oder? ;-)

Kommentare:

  1. liebe Frullino,

    wunderbar sieht alles aus, ich freue mich sehr, dass ich Dich inspirieren konnte.

    Ganz lieben Gruß Gaby ♥

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  2. Danke, liebe Gaby,
    es war einfach leckerleckerleckerlecker.... :-))

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