29. März 2012

Mein geliebtes "Nichts"

Irène hat es bei meinem Küchenrundgang mit Euch als Erste gemerkt: schaut man von der Küche in Richtung Esszimmer durch das Fenster, sieht man "nichts". 
Aber: der Blick auf mein heißgeliebtes und unbezahlbares "nichts" fehlt noch! Nicht, dass Ihr da was falsch versteht: Das Nichts ist mehr wert als man erahnen kann. Es handelt sich nämlich um den Blick auf die Terrasse. 
Das "Nichts", das man vom Esstisch und auf der Terrasse sieht, wenn der Blick nach rechts geht.
Schaut man nach inks, sieht man das hier:
Und das hier ist mein Mini-Kräuterbeet mit Petersilie, Bärlauch von 2011, Thymian, Oregano und Schnittlauch. Den Rosmarin habe ich in den Topf verbannt. 
                     

Dahinter wohnen Mr. Big und Little Daisy, unsere beiden 9 Jahre-alten griechische Landschildis.


Ich liebe das nichts: 
Nichts als grün, wohin das Auge auch blicken mag.
Nichts als Ruhe, wohin man auch  hört.
Nichts als Frieden, mit wem man sich auch unterhält.
Nichts als mein persönliches Paradies auf Erden.





27. März 2012

Ich lade Euch in meine Küche ein, Kaffee inklusive!


Steph vom kleinen Kuriositätenladen hat unlängst an die Blogger-Küchentüren geklopft, und so viele haben ihre Türen geöffnet und sich über die vielen Zaungäste gefreut. Der Frühling ist da. das Wetter ist traumhaft und nun möchte ich Euch einladen, bei mir Gast zu sein. Habt Ihr Lust? Dann tretet ein!


Das Statement oben habe ich auf der Eat & Style-Messe in Stuttgart entdeckt und gleich dem Herrn des Hauses an den Kühlschrank "gebabbt".Damit er auch ja nicht vergisst, was er an mir hat... ;-)


Ich habe in meiner Küche 3 Türen und 2 Fenster.
Ihr kommt links zur ersten Türe herein und werdet erstmal auf einen Kaffee von mir eingeladen, Mr. Clooney inclusive. Espresso oder Cappuccino? Übrigens mein liebster Platz in der Küche, trage ich doch all meine Lieben in/auf meinem Herzen...
Diese Arbeitsplatte war immer ein Wunsch von mir: je mehr Fläche, umso besser.
Darunter in den vielen Schubladen befinden sich links oben Besteck, darunter ein Schubfach mit Messer, Haushaltsschere, Flaschenöffner, Haushaltsgummis, Bindfaden und anderem Krimskrams. Die dritte und vierte Schublade besteht aus Kunststoffschüsseln verschiedenster Hersteller. 
Die mittleren und rechten Schubfächer beinhalten oben Kleinstteile, darunter in den beiden großen Fächern sind all meine Töpfe, ganz unten meine Pfannen.


Auf dem Herd ist ein Brett mit Rädern (selbstgebaut vom besten Gatten der Welt), darauf der Grund meiner Bloggerei: mein "TM". Der Herd in der Ecke war meine Idee und ich finde den Platz perfekt! Darunter mein Backofen. Stolz bin ich auch auf das Schubfach unterhalb, in welchem ich meine Backbleche versenken kann. 
Rechts seht Ihr meine Zwilling-Messer. Dass die schneiden wie der Teufel kann ich beweisen - mit meinem linken Zeigefinger. Daneben auf der Fensterbank wenige frische Kräuter. Die meisten sind im Garten, den ich trockenen Fußes erreichen kann. Ich mag die Kräuter am liebsten aus dem Garten.
Das zweite Fenster links zeigt auf das nachbarliche Haus und Garagenvorplatz. Das rechte auf die Haustürseite. Die Kinder habe ich so gut im Blick, wenn sie draußen toben (und ankommenden Besuch auch). Da wir am Ende einer kleinen Stichstraße wohnen, können die Kids gefahrlos spielen.
Unterhalb vom Fenster also die Spüle. Der schmale Schrank rechts unterhalb der Spüle ist mein Kräuter- und Gewürzschrank. Leider habe ich es versäumt, hinein zu fotografieren.
Meine Kochbuch-Ecke und Sammelordner. Darüber zwei Guglhupf-Formen meiner Mutter, die Linke ist ein Relikt aus meiner Kindheit.
Oberhalb der Spülmaschine, meiner "Minna", nochmals ein Brett. Hier wird Teig geknetet, Brot geschnitten, Pausenbrot geschmiert... .
In der Ecke nun der Brotbehälter und die gute alte Küchenrolle. In den Schränken befindet sich allerlei an Kochgeschirr. Und unterhalb im Karusell Vorrat.
Nun steht Ihr vor dem Kühlschrank, auf dem sich mein nettes Sprüchle befindet. Dreht Ihr Euch noch ein wenig nach rechts, steht ihr vor der Türe zum Ess- und Wohnzimmer.
Die Wand zum Esszimmer dürfte ruhig fehlen. Eine offene Küche würde ich bevorzugen. Und dann ein großer amerikanischer Kühlschrank...man wird ja wohl träumen dürfen... .
Die Küche mit den hellgrauen Schränken war mein Wunsch. Sie ist mittlerweile 11 Jahre alt und mir gefällt sie immer noch. Da ich mit Farben an der Wand spiele, setze ich farbliche Akzente. 
Darf ich Euh neidisch machen? Durch das Esszimmer durchgegangen, stehe ich auf der Terrasse und von da aus sehe ich...............................................................nichts!
Eine Obstbaumwiese und weit und breit keine Häuser. Einfach toll, diese Ruhe.
Schließe ich nun die Türe zum Wohnzimmer, wird die Kinderkunst sichtbar (und der Stundenplan). Außerdem eine Pinnwand, von der man nichts mehr sieht. Weiß der Geier, was da alles dran hängt.
Und nun die dritte Türe: meine Speisekammer. Hier lasse ich Bilder sprechen:
Zwischen der Türe, durch die Ihr hereingekommen seid und der Speisekammertüre steht noch ein kleines Holztischchen, auf dem oberhalb immer Obst steht und unterhalb in einem Körbchen sind meine wichtigsten Gewürze.
Darunter Oma's alte Teigschüssel gefüllt mit Küchenwerkzeug. Eigentlich nur als Provisorium gedacht, das nun aber schon seit zwei Jahren.
So, nun habt Ihr also hereingespickelt in meine Küche. Ich hoffe, sie hat Euch gefallen.
Gehen wir noch auf einen Kaffee und ein Pläuschchen nach draußen auf die Terrasse? 
Mr. Clooney begleitet uns...

4. März 2012

Bauernbrot nach Adelinde Häussler



Letzte Woche war ich mit drei lieben Mädels, unter anderem mit Gaby von kegala kocht, in Heiligkreuztal bei der Firma Häussler. Wir hatten uns zu einem Intensiv-Backkurs angemeldet und waren mächtig gespannt, was uns da erwarten würde. Langsam begriffen wir, dass es wohl mehr eine Verkaufsveranstaltung würde, als ein Kurs, an dem wir selbst tätig werden könnten. Aber dieser "Kurs" wurde letztendlich so interessant und kurzweilig, dass wir es genossen, einfach nur mal dazusitzen und zuzuhören. Die Senior-Chefin des Hauses Adelinde Häussler lies uns an ihrem großen Erfahrungsschatz teilhaben und gab außerordentlich viele Tipps, die man beim Brot-, Brötchen-, Zopf-, Seelenbacken u.s.w. umsetzen könnte (zudem habe ich selten so viele gute Witze wie an diesem Tag gehört :-)).
Die Häussler-Holzbacköfen lassen das Herz eines Laien-Brotbäckers höher schlagen. 
Die Teigknetmaschinen versprechen, einen samtigen Teig zu kneten, der durch nichts übertroffen wird; und viele weitere Produkte sollen den Hausfrauen und -Männern die Arbeit in der Küche erleichtern. 
Im Backdorf selbst war es urig und es gab vieles zu erkunden. Selbst für unseren Pizzaofen würde ich fündig.
Natürlich wollte ich das Gelernte, vielmehr Gehörte auch zu Hause umsetzen, Mit meinen Backergebnissen bisher war ich nie sonderlich zufrieden oder glücklich. Aber Adelinde wird mir mit ihren TIPP's helfen! 
Da uns ein Bauernbrot reicht (und mein Thermomix sowieso nicht mehr als ein Kilo Mehl packt), habe ich das Rezept halbiert.

  • 750 g Weizenmehl Type 1050
  • 150 g Dinkelmehl Type 630 (oder 1150)
  • 100 g Roggenmehl Type 1150
  • Die Mehle zusammen in eine Schüssel geben, ein Mulde machen und
  • 1/2 Würfel Hefe (nachdem der Teig bei mir die ganze Nacht im kühlen Keller ging, hätte m.E. ein Viertel der Hefe auch gereicht) zufügen.
  • Ca. 50 ml lauwarmes Wasser dazugeben und den Vorteig etwa drei Stunden ruhen lassen. TIPP 1: Die Schüssel mit einer Plastikfolie abdecken, damit keine Feuchtigkeit verloren geht.
  • 23 g Salz zu dem Teig geben,
  • 700 ml Wasser und
  • 1/2 TL Brotgewürz zufügen und alles zu einem geschmeidigen Teig kneten. TIPP 2: Mindestens 15 Minuten den Teig kneten lassen, somit wird der Teig samtig und geschmeidig.
  • Den Teig mindestens 2 Stunden ruhen lassen. Dann nochmals kneten, um den Gärprozess kurz zu unterbrechen. TIPP 3: Lange Teigführung, damit der Teig sich entfalten kann.
  • Den Teig über Nacht in einem kühlen Kellerraum mit einer Plastikfolie abgedeckt gehen lassen, somit kann am nächsten Tag frisch backen.
  • Am nächsten Morgen den Teig gut durchkneten, das Brot formen und nochmals ca. 10 Minuten gehen lassen. TIPP 4: Der Teig sollte weich sein, nur dann wird das Brot richtig locker und frisch. 

  • Den Backofen auf 250°C vorheizen, den Teig auf Backfolie geben und oben einschneiden. TIPP 5: Das Brot oben einschneiden mit 1-2 Schnitten, damit die Gärgase austreten können, sonst platzt die Oberfläche unschön ein.
  • Dann das Brot einschießen. TIPP 6: Der Ofen muss richtig heiß sein, damit sich die Poren schnell schließen und das Brot "hochgeht".
  • Nach 30 Minuten die Temperatur auf 180°C zurückschalten und nochmals 30 Minuten fertig backen.
                                                              So sah das Brot nach 30 Minuten aus         
                                                                So sah das Brot nach 60 Minuten aus

Nachdem ich den Teig nochmals durchgeknetet habe, habe ich ein Gärkörbchen gemehlt und den Teig hineingegeben. Nach 10 Minuten Ruhezeit habe ich das Brot auf das Backblech gegeben und war der Überzeugung "das wird nix". Der Teig war weich, flach und lief auseinander. Wie sollte aus diesem Fladen ein Brot werden? Aber nach ca. 15 Minuten konnte ich erkennen, dass das Brot wie nach oben gezogen wurde. Es ging auf, wurde hoch und formte sich zu einem aromatischen, knusprigen rustikalen Bauernbrot.

Kann sich jemand vorstellen, wie es eine 4-köpfige Familie es schafft, innerhalb eines Tages 1 kg Brot zu verspeisen? Ich denke, das ist Lob genug. Ich für meinen Teil bin auf jeden Fall sehr zufrieden.