15. November 2011

Tiroler Speckknödel

Knödel gehen doch immer, oder? Als Beilage, als Hauptmahlzeit, kalt-vom-Teller-in-die-Hand, als beste Reste in Scheiben angebraten... . Perfekt als Resteverwertung für alte Brötchen! Daher wieder ein Herdhelden-Rezept von Frau Wiener. Diesmal sind es also die Tiroler Speckknödel, angerichtet mit einer (natürlich kalorienarmen...) zerlassenen Butter.

  • 200 g Tiroler Speck (optional sehr guter Räucherspeck) ohne Schwarte in sehr kleine Würfel schneiden. 
  • 1/2 Bund Petersilie waschen, trocken schütteln, die Blättchen abzupfen und hacken.
  • 2 Schalotten schälen und fein hacken.
  • 6 altbackene Semmeln in dünne Scheiben schneiden und in eine Schüssel geben. 
  • 1/4 l Milch erhitzen.
  • 30 g Butter in einer Pfanne erhitzen, Speck und Schalotten darin anbraten, die Petersilie kurz mit dünsten.

  • Die heiße Milch über die Semmeln gießen. 
  • 3 Eier und 60 g Mehl dazu geben, alle Zutaten verrühren. Mit Salz und Pfeffer gut würzen.
  • Die Zutaten aus der Pfanne zum Semmelgemisch geben, mit einem Kochlöffel vermengen. Nochmals mit den Händen gut vermischen, die Masse sollte binden.
  • Nun den Knödelteig zugedeckt 30 Minuten ruhen lassen.

  • In einem großen Topf viel Wasser aufsetzen, zum Kochen bringen und salzen.
  • Mit feuchten Händen mehrere Knödel formen und in das heiße Wasser einlegen. Bei schwacher Hitze 15-20 Minuten ziehen lassen. Sind die Knödel gar, mit der Schaumkelle herausnehmen, abtropfen lassen.
  • 30 g Butter zerlassen. 1/2 Bund Schnittlauch, gewaschen und abgetropft fein schneiden. 
  • Die Knödel in einem Teller mit zerlassener Butter und dem Schnittlauch servieren.

Tipp: Unter den Knödelteig noch 100 g geriebenen Bergkäse geben und unterkneten.
Ist auch als Suppeneinlage sehr lecker!

14. November 2011

Nachgebacken - Torta della nonna von Jutta

Ich schaue regelmäßig in meine Lieblings-Blogs um zu sehen, was bei meinen Mit-Blogger so los ist. Unter anderem spicke ich von Anfang an immer wieder gerne bei Jutta Schnuppschnuess vorbei. Ich mag ihren Blog, ihre Art zu schreiben. ihre Rezepte. Sie berichtet immer so herrlich fröhlich und erfrischend. Wenn man ihre Eingangstüre betritt, ist man irgendwie schon mittendrin im Frohsinn und es ist ein Stück Erholung. Für mich ist der "Manzfred" eine kleine Oase. Hier traf ich also auf ihn: für mich den Kuchen aller Kuchen. Nein, eine Torte, nämlich die "Torta della nonna"!

Diese "Torta" ist ein Rezept von Angelika Apfelthaler. Und da Frau Schnuppschnuess den Kuchen schon dreimal gebacken hat, war dies für mich gleichzeitig eine Geling-Garantie ;-). Übrigens soll das Buch "the Dining Room" von Angelika Apfelthaler sehr empfehlenswert sein. Lest Euch doch mal die Empfehlung von Jutta durch. Und mit dem Herrn frullino habe ich einen Deal gemacht. Dafür, dass ich ihm diese Torte backe, bekomme ich "the Dining Room". Ich finde, ich habe ein gutes Geschäft gemacht ...
Der Kuchen ist nicht zu süß, und wer Vanille liebt, wird auch diese Torta lieben. Durch den zarten Mürbteig bekommt die Oberfläche eine auf der Zunge zergehende Kruste, fast wie ein Makronentopping.


Für den Mürbteig:

  • 300 g Mehl (Type 405), 200 g Butter (zimmerwarm), 100 g Puderzucker, 1 Prise Salz, 1 Eigelb, 1 TL fein geriebener Schale einer (Bio-)Zitrone und 1 EL kaltes Wasser in den Mixtopf geben. Zuerst die Zutaten 5 Sekunden auf Stufe 4 vermischen, danach die Knetstufe einstellen und den Teig 1 Minute kneten. 
  • Dann den Teig in Frischhaltefolie gehüllt 30 Minuten in den Kühlschrank legen.
Für die Vanillecreme:
  •  200 g Sahne, 300 g Milch,1/2 TL abgeriebene Zitronenschale, das Mark einer Vanilleschote sowie die Schote selbst  in den Mixtopf geben und 15 Minuten bei 80°Grad und Stufe 1,5 erhitzen.
  • Die Masse umfüllen.
  • 4 Eigelbe, 1 Prise Salz, 120 g Puderzucker und 30 g Vanillezucker in den Mixtopf geben und mit dem Rühraufsatz 5 Minuten auf Stufe 3 cremig rühren.
  • 20 g Mehl und 10 g Vanillepudding-Pulver sowie 1 Messlöffel Bindobin über die Masse sieben und mit Sichtkontakt auf Stufe 2 unterrühren.
  • Die Vanilleschote aus der Vanille-Sahne-Milch entfernen und zu der Eimasse gießen.
  • Nun die Masse mit Rühraufsatz auf Stufe 3 bei 70°Grad für 7 Minuten zu einer gebundenen Creme rühren. 
  • Die Creme im kalten Wasserbad kalt rühren oder im Kühlschrank abkühlen lassen
  • Circa 2/3 des Mürbteiges ausrollen und in eine gefettete Tarteform geben, den Rand etwa 1 cm hochziehen. 
  • Den Boden mit einer Gabel mehrfach einstechen. 
  • Den Boden bei 180° Grad 10 Minuten vorbacken. Der Boden sollte leicht gebräunt sein.
  • Nun den Tarteboden mit der Vanillecreme bestreichen.
  • Den restlichen Mürbteig dünn ausrollen und als Deckel auf die Vanillecreme legen.

  • Mit 2 EL Pinienkernen bestreuen und bei 180° Grad 20 Minuten backen.
  • Die Torta della nonna gut abkühlen lassen, am Schluss mit Puderzucker bestreuen.
Ich musste zweimal 20 Minuten backen und der Kuchen wurde nicht zu dunkel. Zudem habe ich einen Messlöffel Bindobin zugefügt, da ich den Eindruck hatte, dass die Vanillecreme zu flüssig sei.


7. November 2011

Herdhelden: Alt-Wiener Topfentorte

Das Restaurant "Exil" in Kreuzberg gehörte Ossi Wiener, dem Vater von Sarah Wiener. Laut ihrer Erzählungen in ihrem Österreich-Kochbuch "Herdhelden" hat die junge Sarah Wiener dort zum ersten mal professionell gekocht.  Sie berichtet von einer harten, aber auch beglückenden Zeit. 
Dieser Kuchen mit Topfen, also Quark, und gemahlenen Nüssen ist ohne Mehl, er schmeckt unglaublich aromatisch, saftig und lecker. Ein Stückchen auf dem Kuchenteller wird wohl nicht alleine bleiben.....

Alt-Wiener Topfentorte aus dem "Exil"
  • Den Backofen auf 200°C vorheizen, eine Springform (24cm Ø) vorbereiten.
  • 120 g Mandeln (optional Haselnüsse) im Mixtopf 20 Sekunden auf Stufe 6 mahlen.
  • 4 Eier trennen. Die Eidotter mit 120 g weicher Butter und 120 g Zucker im Mixtopf mit Schmetterling auf Stufe 4 für 4-5 Minuten schaumig rühren. 
  • Die Mandeln, 120 g Topfen/Quark (20%), die abgeriebene Schale einer Zitrone und 2 cl Rum (optional Orangensaft) auf Stufe 3 mit Sichtkontakt unterrühren.
  • Den Teig umfüllen, den Mixtopf spülen, abtrocknen, den Schmetterling einsetzen und danach die Eiklar mit einer Prise Salz auf Stufe 4 steif schlagen.
  • Den Teig in die Form füllen und auf mittlerer Schiene ca 40 Minuten backen. 
  • Während der letzten 10 Minuten Backzeit den Kuchen mit einer Alufolie abdecken, damit er nicht zu dunkel wird. 
  • Vor dem Servieren  mit Puderzucker bestäuben.


4. November 2011

Herdhelden - Tiroler Spinatspatzen


Ich wollte gerne einmal die Tiroler Variante der schwäbischen Spätzle ausprobieren. Die Spinatspatzen kamen mir gerade recht, und mit würzigem Bergkäse überstreut schmecken die Spatzen wirklich rund. Tipp: macht die doppelt Menge und bratet sie in der Pfanne knusprig an!

  • 250 g Spinat verlesen und waschen. Tropfnass in einem Topf erhitzen, bis die Blätter zusammenfallen. In einem Sieb gut abtropfen und abkühlen lassen. Den Spinat im Mixtopf auf Stufe 6 für 10 Sekunden klein hacken.
  • 500 g Mehl, 3 Eier, eine gute Prise Salz und ca. 125 ml Mineralwasser in den Mixtopf geben und 1 Minute auf der Knetstufe kneten.
  • Den gehackten Spinat unterrühren auf Stufe 4.
  • Reichlich Wasser mit Salz in einem weiten Topf zum Kochen bringen, die Temperatur reduzieren und den Teig mit einer Spätzlespresse portionsweise in das Wasser drücken.
  • Mit dem Schaumlöffel herausnehmen, sobald die Spatzen an die Wasseroberfläche steigen.
  • In einer Pfanne ca. 50 g Butter zerlassen und die Spinatspaten darin kurz schwenken.
  • 100 g geriebenen, würzigen Bergkäse über die Spatzen eiben, sofort servieren.




3. November 2011

Herdhelden - Paradeiserpaste

Andere Länder - andere Sitten, das gilt auch im kulinarischen Bereich, wie ich jüngst erst festgestellt habe. Vor allem, was die Sprache, die Bezeichnung, den Dialekt angeht. In Sarah Wieners neuem Kochbuch "Herdhelden" gibt es eine Rubrik, die da heißt: Küchendolmetscher Österreich-Deutsch. Angefangen damit, dass ein "Striezel" Zopf heißt (ähem, im schwäbischen ist damit das Produkt des allmorgendlichen Toilettenganges gemeint, T'schuldigung!); Verhackert ist nicht etwa das, was in einem Horrorstreifen passiert, sondern Durchgedrehtes aus dem Fleischwolf, also Hackfleisch. Und Kranewitten sind kaum eine neu entdeckte Vogelart, nein, es ist die Bezeichnung von Wacholderbeeren. Und sollte ich einmal zu jemandem sagen "ich geb' Dir gleich ein Golatschen!", so wird ihm hinterher nicht die Wange von fünf Fingern gezeichnet sein, nein, er darf sich über eine Gaumenfreude in Form eines Kleingebäckes freuen;-).
Da passt doch für den folgenden Brotaufstrich die Bezeichnung "Paradeiserpaste" wesentlich besser. Gemeint sind damit Tomaten, das habt Ihr vielleicht schon einmal gehört? Und fast paradiesisch schmeckt die einfach zuzubereitende Paste durchaus.



  • 100 g getrocknete Tomaten in reichlich sprudelndem Salzwasser 3 Minuten kochen. Auf ein Sieb gießen, abtropfen lassen und zum Trocknen zwischen zwei Lagen Küchenpapier legen.
  • 80 g würziger Bergkäse in den Mixtopf geben, 2 Knoblauchzehen, und 6-8 Kapern zufügen und einige Sekunden auf Stufe 6 zerkleinern.
  • 100 ml Olivenöl zufügen und alles zu einer homogenen Masse mixen.
  • Mit etwas Pfeffer aus der Mühle und bei Bedarf mit wenig Zucker abschmecken.

Herdhelden - Rotweinguglhupf

Das war das erste Rezept aus den "Herdhelden", das uns den sonntäglichen Nachmittag versüßt hat. Wirklich zu empfehlen. Aber achtet darauf, dass der Rotwein nicht zu kräftig ist, sonst schlägt der Geschmack durch. Übrigens: nicht unbedingt für Kinder geeignet...



  • 150 g Zartbitter-Schokolade (70%) im Mixtopf bei 50° für 3 Minuten schmelzen, umfüllen und etwas abkühlen lassen. Mixtopf reinigen.
  • 300 g weiche Butter, 300 g Zucker und 1 TL Vanillezucker 3 Minuten mit dem Rühraufsatz auf Stufe 2 schaumig rühren.
  • 6 Eier (Größe M) trennen, Eidotter zur Butter-Zuckermischung geben. 
  • 2 TL gem. Zimt und 2 TL Kakao unterrühren. (Der Rühraufsatz bleibt im Mixtopf)
  • Die abgekühlte Schokolade unterrühren.
  • 300 g Mehl mit 3 TL Weinstein-Backpulver vermischen und diese Mischung abwechselnd mit 125 ml Rotwein unterrühren.
  • Den Mixtopf reinigen.
  • Das Eiweiss mit 1 Prise Salz bei 50° 3 Minuten auf Stufe 4 mit dem (sauberen) Rühraufsatz steif schlagen und unterheben

  • Im Ofen bei 170° Grad 1 Stunde backen.



Kochbuch-Rezension: Sarah Wieners Herdhelden

Herdhelden: Mein ganz persönliches Österreich-Kochbuch
Kennt Ihr schon "Valentinas-Kochbuch.de" ? Eine wunderbare Seite für Kochbuch-Rezensionen. Zufällig bin ich auf diese Seite gestossen, und mittlerweile liebe ich sie! Denn ich liebe auch Kochbücher und habe eine ordentliche Menge davon. Ihr kennt das vielleicht: Kaum ein Kochbuch entdeckt, dessen Cover einigermaßen ansprechend ist, schwups, ist es schon im Korb. Da ist eine Seite, die über tolle (und weniger tolle Kochbücher) berichtet doch äußerst hilfreich. Naja, wenn auch nicht unbedingt für das Portemonnaie...;-)) . 
Das Schöne an Valentinas-Kochbuch.de sind auch die Rezepte, die zum jeweiligen Kochbuch eingestellt werden.  Geht unbedingt mal stöbern!
However, ich kam also durch diese Seite in den Genuss, ein Kochbuch rezensieren zu dürfen. Und was wurde mir zugedacht? Sarah Wieners "Herdhelden". Hat mir Spaß gemacht, und ich finde das Kochbuch wirklich schön. Es geht um die Österreichische Küche, kräftig, deftig, schmackhaft. Hier geht es zur Rezension: -----> Klick. Viel Spaß beim Lesen!