11. März 2011

Schwäbische Dampfnudeln mit Vanillesauce

Und hier kommt wieder die Oma ins Spiel, die kaum einen Penny auf meine Kochkünste gab. Bei ihr habe ich oft Dampfnudeln gegessen, mit wachsender Begeisterung... . 
Il frullino hat Urlaub, das große frullino-Kind Schulferien und das kleine frullino-Kind keine Lust auf Kindergarten. Da kann man doch mal seine Familie (und sich selbst) verwöhnen, oder? Und genau deshalb gab es heute Dampfnudeln. Und als ob der Herr frullino das meilenweit gegen den Wind gerochen hätte, er kam just zu der Zeit nach Hause, als die ersten Dampfnudeln aus der Pfanne kamen.
Dampfnudeln sind ein salziges Hefeteig-Gebäck, das in der Pfanne gegart wird und dabei eine knusprige goldbraune Kruste bekommt.

  • 470 ml Milch in den Mixtopf geben, außerdem 30 g Hefe und 1 Tl Zucker.
  • Die Flüssigkeit bei 37° und Stufe 1 für 3 Minuten erwärmen.
  • 750 g Mehl und 15 g Salz zufügen und 5 Minuten auf der Knetstufe kneten.
  • Den Teig entnehmen, zu einer Kugel formen und in einer Schüssel abgedeckt an einem warmen Ort bis zur doppelten Menge (ca. 45 Minuten) gehen lassen.
  • Nun den Teig auf eine bemehlte Fläche geben und ca. 2 cm dick auswellen.
  • Mit einem Vorspeisenring oder einem Glas/Becher ca. 6-8 cm große Teiglinge ausstechen.
  • Die Teiglinge nochmals zugedeckt ca. 30 Minuten lang gehen lassen.

Zum Braten der Dampfnudeln benötigt man eine große Pfanne mit Glasdeckel.
  • Außerdem pro Bratvorgang 130 ml Wasser, 3 El neutrales Speiseöl, z.B. Sonnenblumenöl und 1/2 TL Salz.
  • In die Pfanne das Wasser und das Öl geben, dann das Salz einstreuen und die Pfanne erhitzen. 
  • Bevor die Flüssigkeit anfängt zu köcheln einige Dampfnudeln hineingeben, 
  • dabei Zwischenräume lassen denn der Teig geht nochmals,  und den Glasdeckel aufsetzen.
  • Sobald sich Dampf gebildet hat, die Hitze auf 2/3 reduzieren.
  • Ca. 10-12 Minuten die Dampfnudeln garen lassen.
  • Das Kondenswasser, das sich im Deckel bildet, sollte nicht auf die Dampfnudeln tropfen, sonst fallen sie ein und bekommen Dellen.
  • Daher wenigstens einmal vorsichtig an der Pfanne rütteln, damit das Kondenswasser an der Seite wegfließt.
Die Dampfnudeln garen durch den entstehenden Dampf. Ist das Wasser verdampft, bekommen die Dampfnudeln durch das in der Pfanne zurück gebliebene Öl eine goldbraune Kruste. Wichtig ist darauf zu achten, wann das Wasser verdampft ist. Denn dann braten die Teiglinge und brauchen maximal noch 1-2 Minuten. Durch das Salz bekommen sie eine Kruste, die Schwaben nennen das "Füßle".

Vanillesoße selbstgemacht
  • 500 ml Milch, 2 Eigelbe, 40 g Agavendicksaft, 1 Meßlöffel Johannisbrotkernmehl und das Mark einer halben Vanilleschote in den saubern Mixtopf geben.
  • Bei 90° auf Stufe 2 für 6 Minuten kochen, danach noch 30 Sekunden auf Stufe 10 aufschäumen.
Die Dampfnudeln kann man mit der Vanillesauce, aber auch mit Fruchtkompott essen.
Und auch kalt "aus der Hand" schmecken sie noch (fast) genauso gut...

Kommentare:

  1. ohhhh, da werden Kindheitserinnerungen wieder wach, ich lieeebe Dampfnudeln

    liebe Grüße Gaby

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  2. Toll! So hat sie meine Grossmutter auch hergestellt, hier kennt man sie sonst aus dem Ofen, was einfach nicht dasselbe ist :-)
    Grüessli
    Irene

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  3. @Gaby: ich muss dabei auch immer an meine Oma denken...

    @Irene: da hast Du recht, aus dem Ofen ist nicht dasselbe! Für mich sind diese hier die beste und leckerste Variante :-)

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  4. hallo, ich kenne die elsaessische Dampfnudel , sie wird genauso hergestellt wie bei Dir, jedoch nur mit einer Prise Salz im Teig, und in der Pfanne mit Deckel gegart mit einem kleinen Glas Wasser und einem nussgrossen Stueck Butter, was der Dampfnudel die Kruste verleiht, sie wird entweder zur Suppe gegessen oder mit Vanillesosse. Bon appetit Christel

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