23. Dezember 2011

Frohe Weihnachten!



Allen meinen Lesern wünsche ich von Herzen ein wunderschönes, friedvolles Weihnachtsfest und ein gesundes, glückliches neues Jahr!





15. November 2011

Tiroler Speckknödel

Knödel gehen doch immer, oder? Als Beilage, als Hauptmahlzeit, kalt-vom-Teller-in-die-Hand, als beste Reste in Scheiben angebraten... . Perfekt als Resteverwertung für alte Brötchen! Daher wieder ein Herdhelden-Rezept von Frau Wiener. Diesmal sind es also die Tiroler Speckknödel, angerichtet mit einer (natürlich kalorienarmen...) zerlassenen Butter.

  • 200 g Tiroler Speck (optional sehr guter Räucherspeck) ohne Schwarte in sehr kleine Würfel schneiden. 
  • 1/2 Bund Petersilie waschen, trocken schütteln, die Blättchen abzupfen und hacken.
  • 2 Schalotten schälen und fein hacken.
  • 6 altbackene Semmeln in dünne Scheiben schneiden und in eine Schüssel geben. 
  • 1/4 l Milch erhitzen.
  • 30 g Butter in einer Pfanne erhitzen, Speck und Schalotten darin anbraten, die Petersilie kurz mit dünsten.

  • Die heiße Milch über die Semmeln gießen. 
  • 3 Eier und 60 g Mehl dazu geben, alle Zutaten verrühren. Mit Salz und Pfeffer gut würzen.
  • Die Zutaten aus der Pfanne zum Semmelgemisch geben, mit einem Kochlöffel vermengen. Nochmals mit den Händen gut vermischen, die Masse sollte binden.
  • Nun den Knödelteig zugedeckt 30 Minuten ruhen lassen.

  • In einem großen Topf viel Wasser aufsetzen, zum Kochen bringen und salzen.
  • Mit feuchten Händen mehrere Knödel formen und in das heiße Wasser einlegen. Bei schwacher Hitze 15-20 Minuten ziehen lassen. Sind die Knödel gar, mit der Schaumkelle herausnehmen, abtropfen lassen.
  • 30 g Butter zerlassen. 1/2 Bund Schnittlauch, gewaschen und abgetropft fein schneiden. 
  • Die Knödel in einem Teller mit zerlassener Butter und dem Schnittlauch servieren.

Tipp: Unter den Knödelteig noch 100 g geriebenen Bergkäse geben und unterkneten.
Ist auch als Suppeneinlage sehr lecker!

14. November 2011

Nachgebacken - Torta della nonna von Jutta

Ich schaue regelmäßig in meine Lieblings-Blogs um zu sehen, was bei meinen Mit-Blogger so los ist. Unter anderem spicke ich von Anfang an immer wieder gerne bei Jutta Schnuppschnuess vorbei. Ich mag ihren Blog, ihre Art zu schreiben. ihre Rezepte. Sie berichtet immer so herrlich fröhlich und erfrischend. Wenn man ihre Eingangstüre betritt, ist man irgendwie schon mittendrin im Frohsinn und es ist ein Stück Erholung. Für mich ist der "Manzfred" eine kleine Oase. Hier traf ich also auf ihn: für mich den Kuchen aller Kuchen. Nein, eine Torte, nämlich die "Torta della nonna"!

Diese "Torta" ist ein Rezept von Angelika Apfelthaler. Und da Frau Schnuppschnuess den Kuchen schon dreimal gebacken hat, war dies für mich gleichzeitig eine Geling-Garantie ;-). Übrigens soll das Buch "the Dining Room" von Angelika Apfelthaler sehr empfehlenswert sein. Lest Euch doch mal die Empfehlung von Jutta durch. Und mit dem Herrn frullino habe ich einen Deal gemacht. Dafür, dass ich ihm diese Torte backe, bekomme ich "the Dining Room". Ich finde, ich habe ein gutes Geschäft gemacht ...
Der Kuchen ist nicht zu süß, und wer Vanille liebt, wird auch diese Torta lieben. Durch den zarten Mürbteig bekommt die Oberfläche eine auf der Zunge zergehende Kruste, fast wie ein Makronentopping.


Für den Mürbteig:

  • 300 g Mehl (Type 405), 200 g Butter (zimmerwarm), 100 g Puderzucker, 1 Prise Salz, 1 Eigelb, 1 TL fein geriebener Schale einer (Bio-)Zitrone und 1 EL kaltes Wasser in den Mixtopf geben. Zuerst die Zutaten 5 Sekunden auf Stufe 4 vermischen, danach die Knetstufe einstellen und den Teig 1 Minute kneten. 
  • Dann den Teig in Frischhaltefolie gehüllt 30 Minuten in den Kühlschrank legen.
Für die Vanillecreme:
  •  200 g Sahne, 300 g Milch,1/2 TL abgeriebene Zitronenschale, das Mark einer Vanilleschote sowie die Schote selbst  in den Mixtopf geben und 15 Minuten bei 80°Grad und Stufe 1,5 erhitzen.
  • Die Masse umfüllen.
  • 4 Eigelbe, 1 Prise Salz, 120 g Puderzucker und 30 g Vanillezucker in den Mixtopf geben und mit dem Rühraufsatz 5 Minuten auf Stufe 3 cremig rühren.
  • 20 g Mehl und 10 g Vanillepudding-Pulver sowie 1 Messlöffel Bindobin über die Masse sieben und mit Sichtkontakt auf Stufe 2 unterrühren.
  • Die Vanilleschote aus der Vanille-Sahne-Milch entfernen und zu der Eimasse gießen.
  • Nun die Masse mit Rühraufsatz auf Stufe 3 bei 70°Grad für 7 Minuten zu einer gebundenen Creme rühren. 
  • Die Creme im kalten Wasserbad kalt rühren oder im Kühlschrank abkühlen lassen
  • Circa 2/3 des Mürbteiges ausrollen und in eine gefettete Tarteform geben, den Rand etwa 1 cm hochziehen. 
  • Den Boden mit einer Gabel mehrfach einstechen. 
  • Den Boden bei 180° Grad 10 Minuten vorbacken. Der Boden sollte leicht gebräunt sein.
  • Nun den Tarteboden mit der Vanillecreme bestreichen.
  • Den restlichen Mürbteig dünn ausrollen und als Deckel auf die Vanillecreme legen.

  • Mit 2 EL Pinienkernen bestreuen und bei 180° Grad 20 Minuten backen.
  • Die Torta della nonna gut abkühlen lassen, am Schluss mit Puderzucker bestreuen.
Ich musste zweimal 20 Minuten backen und der Kuchen wurde nicht zu dunkel. Zudem habe ich einen Messlöffel Bindobin zugefügt, da ich den Eindruck hatte, dass die Vanillecreme zu flüssig sei.


7. November 2011

Herdhelden: Alt-Wiener Topfentorte

Das Restaurant "Exil" in Kreuzberg gehörte Ossi Wiener, dem Vater von Sarah Wiener. Laut ihrer Erzählungen in ihrem Österreich-Kochbuch "Herdhelden" hat die junge Sarah Wiener dort zum ersten mal professionell gekocht.  Sie berichtet von einer harten, aber auch beglückenden Zeit. 
Dieser Kuchen mit Topfen, also Quark, und gemahlenen Nüssen ist ohne Mehl, er schmeckt unglaublich aromatisch, saftig und lecker. Ein Stückchen auf dem Kuchenteller wird wohl nicht alleine bleiben.....

Alt-Wiener Topfentorte aus dem "Exil"
  • Den Backofen auf 200°C vorheizen, eine Springform (24cm Ø) vorbereiten.
  • 120 g Mandeln (optional Haselnüsse) im Mixtopf 20 Sekunden auf Stufe 6 mahlen.
  • 4 Eier trennen. Die Eidotter mit 120 g weicher Butter und 120 g Zucker im Mixtopf mit Schmetterling auf Stufe 4 für 4-5 Minuten schaumig rühren. 
  • Die Mandeln, 120 g Topfen/Quark (20%), die abgeriebene Schale einer Zitrone und 2 cl Rum (optional Orangensaft) auf Stufe 3 mit Sichtkontakt unterrühren.
  • Den Teig umfüllen, den Mixtopf spülen, abtrocknen, den Schmetterling einsetzen und danach die Eiklar mit einer Prise Salz auf Stufe 4 steif schlagen.
  • Den Teig in die Form füllen und auf mittlerer Schiene ca 40 Minuten backen. 
  • Während der letzten 10 Minuten Backzeit den Kuchen mit einer Alufolie abdecken, damit er nicht zu dunkel wird. 
  • Vor dem Servieren  mit Puderzucker bestäuben.


4. November 2011

Herdhelden - Tiroler Spinatspatzen


Ich wollte gerne einmal die Tiroler Variante der schwäbischen Spätzle ausprobieren. Die Spinatspatzen kamen mir gerade recht, und mit würzigem Bergkäse überstreut schmecken die Spatzen wirklich rund. Tipp: macht die doppelt Menge und bratet sie in der Pfanne knusprig an!

  • 250 g Spinat verlesen und waschen. Tropfnass in einem Topf erhitzen, bis die Blätter zusammenfallen. In einem Sieb gut abtropfen und abkühlen lassen. Den Spinat im Mixtopf auf Stufe 6 für 10 Sekunden klein hacken.
  • 500 g Mehl, 3 Eier, eine gute Prise Salz und ca. 125 ml Mineralwasser in den Mixtopf geben und 1 Minute auf der Knetstufe kneten.
  • Den gehackten Spinat unterrühren auf Stufe 4.
  • Reichlich Wasser mit Salz in einem weiten Topf zum Kochen bringen, die Temperatur reduzieren und den Teig mit einer Spätzlespresse portionsweise in das Wasser drücken.
  • Mit dem Schaumlöffel herausnehmen, sobald die Spatzen an die Wasseroberfläche steigen.
  • In einer Pfanne ca. 50 g Butter zerlassen und die Spinatspaten darin kurz schwenken.
  • 100 g geriebenen, würzigen Bergkäse über die Spatzen eiben, sofort servieren.




3. November 2011

Herdhelden - Paradeiserpaste

Andere Länder - andere Sitten, das gilt auch im kulinarischen Bereich, wie ich jüngst erst festgestellt habe. Vor allem, was die Sprache, die Bezeichnung, den Dialekt angeht. In Sarah Wieners neuem Kochbuch "Herdhelden" gibt es eine Rubrik, die da heißt: Küchendolmetscher Österreich-Deutsch. Angefangen damit, dass ein "Striezel" Zopf heißt (ähem, im schwäbischen ist damit das Produkt des allmorgendlichen Toilettenganges gemeint, T'schuldigung!); Verhackert ist nicht etwa das, was in einem Horrorstreifen passiert, sondern Durchgedrehtes aus dem Fleischwolf, also Hackfleisch. Und Kranewitten sind kaum eine neu entdeckte Vogelart, nein, es ist die Bezeichnung von Wacholderbeeren. Und sollte ich einmal zu jemandem sagen "ich geb' Dir gleich ein Golatschen!", so wird ihm hinterher nicht die Wange von fünf Fingern gezeichnet sein, nein, er darf sich über eine Gaumenfreude in Form eines Kleingebäckes freuen;-).
Da passt doch für den folgenden Brotaufstrich die Bezeichnung "Paradeiserpaste" wesentlich besser. Gemeint sind damit Tomaten, das habt Ihr vielleicht schon einmal gehört? Und fast paradiesisch schmeckt die einfach zuzubereitende Paste durchaus.



  • 100 g getrocknete Tomaten in reichlich sprudelndem Salzwasser 3 Minuten kochen. Auf ein Sieb gießen, abtropfen lassen und zum Trocknen zwischen zwei Lagen Küchenpapier legen.
  • 80 g würziger Bergkäse in den Mixtopf geben, 2 Knoblauchzehen, und 6-8 Kapern zufügen und einige Sekunden auf Stufe 6 zerkleinern.
  • 100 ml Olivenöl zufügen und alles zu einer homogenen Masse mixen.
  • Mit etwas Pfeffer aus der Mühle und bei Bedarf mit wenig Zucker abschmecken.

Herdhelden - Rotweinguglhupf

Das war das erste Rezept aus den "Herdhelden", das uns den sonntäglichen Nachmittag versüßt hat. Wirklich zu empfehlen. Aber achtet darauf, dass der Rotwein nicht zu kräftig ist, sonst schlägt der Geschmack durch. Übrigens: nicht unbedingt für Kinder geeignet...



  • 150 g Zartbitter-Schokolade (70%) im Mixtopf bei 50° für 3 Minuten schmelzen, umfüllen und etwas abkühlen lassen. Mixtopf reinigen.
  • 300 g weiche Butter, 300 g Zucker und 1 TL Vanillezucker 3 Minuten mit dem Rühraufsatz auf Stufe 2 schaumig rühren.
  • 6 Eier (Größe M) trennen, Eidotter zur Butter-Zuckermischung geben. 
  • 2 TL gem. Zimt und 2 TL Kakao unterrühren. (Der Rühraufsatz bleibt im Mixtopf)
  • Die abgekühlte Schokolade unterrühren.
  • 300 g Mehl mit 3 TL Weinstein-Backpulver vermischen und diese Mischung abwechselnd mit 125 ml Rotwein unterrühren.
  • Den Mixtopf reinigen.
  • Das Eiweiss mit 1 Prise Salz bei 50° 3 Minuten auf Stufe 4 mit dem (sauberen) Rühraufsatz steif schlagen und unterheben

  • Im Ofen bei 170° Grad 1 Stunde backen.



Kochbuch-Rezension: Sarah Wieners Herdhelden

Herdhelden: Mein ganz persönliches Österreich-Kochbuch
Kennt Ihr schon "Valentinas-Kochbuch.de" ? Eine wunderbare Seite für Kochbuch-Rezensionen. Zufällig bin ich auf diese Seite gestossen, und mittlerweile liebe ich sie! Denn ich liebe auch Kochbücher und habe eine ordentliche Menge davon. Ihr kennt das vielleicht: Kaum ein Kochbuch entdeckt, dessen Cover einigermaßen ansprechend ist, schwups, ist es schon im Korb. Da ist eine Seite, die über tolle (und weniger tolle Kochbücher) berichtet doch äußerst hilfreich. Naja, wenn auch nicht unbedingt für das Portemonnaie...;-)) . 
Das Schöne an Valentinas-Kochbuch.de sind auch die Rezepte, die zum jeweiligen Kochbuch eingestellt werden.  Geht unbedingt mal stöbern!
However, ich kam also durch diese Seite in den Genuss, ein Kochbuch rezensieren zu dürfen. Und was wurde mir zugedacht? Sarah Wieners "Herdhelden". Hat mir Spaß gemacht, und ich finde das Kochbuch wirklich schön. Es geht um die Österreichische Küche, kräftig, deftig, schmackhaft. Hier geht es zur Rezension: -----> Klick. Viel Spaß beim Lesen! 

26. September 2011

Leckereien aus dem Pizzaofen, Teil 2 ---> Pizzaiola

Der Sommer geht zu Ende, überall findet man den Herbst. 
Zeit, um an Gemüsekuchen, Quiches, und andere Ofengerichte zu denken.
Der Pizzaofen wird von kleinen und großen Spinnen, sogenannte "Edwina's",
wie sie in unserer Familie heißen, umwoben.
Dennoch möchte ich Euch nicht meine absolute Lieblings-Pizzaiola vorenthalten.

Pizzaiola - Tomatenpassata für die Pizza
  • 1 kleine Zwiebel und 2-4 Knoblauchzehen in den Mixtopf geben und auf Stufe 6 einige
  • Sekunden hacken.
  • 2-3 EL  Olivenöl auf der Varomastufe 2.30 Minuten dünsten.
  • 1 kg pürierte Tomaten oder 1 große Dose geschälte Tomaten oder passierte Tomaten 
  • zufügen, 
  • 2 EL dreifach konzentriertes Tomatenmark und 100 ml kräftiger Rotwein (das darf bei 
  • mir gerne ein Lemberger, Dornfelder oder Spätburgunder sein ;-) ) zufügen, alles auf
  • Stufe 3 einige Sekunden verrühren.
  • 1 Stängel Rosmarin, 3-4 Stängel Petersilie, einige Blättchen Oregano (oder 1 TL getr.
  • Oregano), etwas Chili, Salz und Pfeffer zugeben und nochmals auf Stufe 3 vermischen.

Die Soße auf 100° Grad erhitzen, danach auf 80° Grad eine lange Zeit, mindestens aber 1,5 Stunden köcheln lassen. Dabei ein mehrfach gefaltetes Küchenkrepp oder altes Stofftuch/
Mull auf die Deckelöffnung geben. Immer wieder mit einem Schuss Wasser ablöschen, da viel Flüssigkeit verdampft.
Es sollte eine dicke, streichfähige Paste entstehen, die unglaublich aromatisch duftet und sehr lecker schmeckt. Unbedingt probieren!


Ich koche immer eine größere Menge, von der ich Teile einfriere.



                                                         

11. Juli 2011

Leckereien aus dem Pizzaofen, Teil 1

So langsam werden die Bilder auf dem iPhoto immer mehr, ein Rezepte-Stau befindet sich auf dem Rechner...höchste Zeit, wieder zu bloggen. Was liegt da näher, als den geliebten Pizzaofen vorzustellen, den der Herr frullino vor einigen Jahren mit bloßen Händen in den Mini-Garten gesetzt hat (in demselbigen befindet sich mittlerweile auch noch ein Swimmingpool, der Garten ist nun noch ein gefühlter Quadratzentimeter groß, grmpf). 
Und so entstand das Kleinod:
Die Anleitung für den Ofen hat Herr frullino aus dem Internet geholt, ein netter Handwerker hat sie zur Verfügung gestellt. Nachdem das Material beschafft war, wurde der Ofen dann in mühevoller Kleinarbeit erbaut ("Fertig-Ofen kann jeder...").


 Das Holz muss vorher in kleine Stücke gehackt werden (für einen verkannten Holzfäller gar kein Problem ;-)). Der Pizzaofen sollte ca. eine Stunde vorher eingeheizt werden, die Temperatur in der Brennkammer beträgt beim Backen der Pizza dann um die 300°. 


Binnen weniger Minuten, fast schon Sekunden, ist die Pizza, oder der Flammkuchen fertig gebacken. Es macht Spaß, dabei zuzuschauen, wie der Teig hochgeht und Blasen schlägt. Man muss unbedingt dabei stehen bleiben, sonst ist die Leckerei verbrannt. 
Mit geeignetem Material kann man im Ofen auch grillen, z. b. mit einem Gitter "mit Füßen" über das Feuer gestellt. Herr frullino hat sich eine Edelstahlwanne anfertigen lassen, in die dann die Glut kommt. Es ist nicht ratsam, direkt über den Schamottsteinen zu grillen. 
Mit guten Freunden, die einen Angelschein haben, lässt sich im Pizzaofen auch Fisch garen. Auch hier hilft ein Gitter mit Füßen, in welches die eingepackten Forellen geklemmt wurden:






23. Mai 2011

Zeit ist relativ...oder Hetz mich nicht!

Kennt Ihr das?
Manchmal nimmt man sich Dinge vor, die aber irgendwie nicht umgesetzt werden können, weil ständig etwas anders auf der Prioritätenliste nach oben rutscht... . Und so geht es mir gerade ununterbrochen. Zwei Kinder (eines davon knapp vor der Halbwüchsigkeit *stöhn*), viel zu tun im Job, Haushalt, dann gibt es da noch einen Mann, eine Katze und zwei Schildkröten. In dieser Reihenfolge? Gott bewahre, so vernachlässigt und hungernd muss der Mann dann doch nicht leben. Aber dafür geht die Freude am Kochen etwas verloren und auch die Freude am Genuss daran. Aber wie freudvoll ist es, die Beine hochlegen und durchatmen zu können.


Deshalb, Ihr Lieben, um mit den Worten von Sascha Grammels frechem Frederic Freiherr von Furchensumpf zu sprechen: Hetz mich nicht! 
Es lauern bereits einige Fotos auf dem Rechner und auch ein paar nette Rezepte, die ich, wenn ich Muse und Zeit habe, Euch gerne gönnen mag.


Bis dahin bleibt mir bitte treu!


Eure Il frullino

20. März 2011

Bärlauch-Pesto nach Johannes mit Vincents Bandnudeln

Hier bei stuttgartcooking habe ich das Bärlauch-Pesto entdeckt.
Mit neidischem Blick auf Johannes und die tolle Markthalle grübelte ich, woher ich schon das kräftige Kraut bekommen könnte.
Zum Glück war ein Tag später in unserer winzig-kleinen-Kleinstadt Markt, und hier konnte ich den ersten Bärlauch der Saison und die glatte Petersilie erstehen.


Aber das sollte nicht alles sein. Ich wollte meine Nudeln selbst herstellen, auch ohne Nudelmaschine, jawoll! Kürzlich sah ich Vincent Klink in seiner Sendung "Kochkunst" bei der Herstellung von Nudeln zu. Mehr fasziniert als überzeugt hat mich sein Rollstab, den er statt Nudelholz verwendet hat. Na gut, zwei - mit denen des Herrn frullino sind es gar vier -Hände, die die Nudelmaschine ersetzen können. Phhhh...sowas brauchen wir (vorerstmal ;-) ) nicht!
Rezept Nudeln nach Vincent Klink:
In Ermangelung an "Semola", dem italienischen Mehl aus Hartweizengries, ging ich wie folgt vor:

  • 60 g Hartweizengries in den Mixtopf geben und 1 Minute bei Stufe 10 zu feinem Mehl mahlen.

  • 300 g Weizendunst zufügen, außerdem
  • 6 Eigelb, 2 ganze Eier, 2 Prisen Salz und 3 TL Olivenöl.
  • Alles 2 Minuten auf der Knetstufe zu vermengen.


Den Teig auf ein Brett kippen und zu einer Kugel kneten. In 3 Kugeln teilen, 2 Teile abdecken, die dritte Kugel mit den Händen flach drücken.
Nun kommt das Rollholz zum Einsatz:
Den Nudelteig so dünn wie möglich auswellen!
Vincent Klink begründete seine Wahl des Rollholzes damit, dass der Durchmesser die Kraftanstrengung erleichtert. Also, je dünner das Wellholz, umso geringer der Kraftaufwand.
Mal ehrlich: der Kraftaufwand war enorm! Zum Glück waren es vier Hände, die walkten und wellten, aber Spaß hat es dennoch gemacht und die Nudeln haben nochmal so gut geschmeckt.


Nach dem Wellen formte ich den Nudelteig zu einer Schnecke, und konnte so schmale Rollen mit dem Messer schneiden.




Ab in das Nudelwasser, 4-5 Minuten kochen und genießen!!!


Bärlauch-Pesto nach stuttgartcooking:

  • 100 g  Pinienkerne in eine Pfanne ohne Fett geben und rösten.


  • 100 g Parmesan (Parmiggiano Reggiano, 30 Monate gereift) im Mixtopf auf Stufe 10 mahlen.
  • Die Pinienkerne hinzufügen.
  • 140 g Bärlauch in den Mixtopf geben, außerdem
  • 50 g glatte Petersilie, 5 g Salz, und
  • den Saft einer halben Zitrone.
  • Alles auf Stufe 6 10 Sekunden zerkleinern. Mit dem Spatel nach unten schieben und nochmals 10 Sekunden auf Stufe 6 zerkleinern.

  • Nun abgemessene 180 g gutes Olivenöl auf den Deckel des Mixtopfes gießen und dadurch langsam auf Stufe 4 einfließen lassen.

Die Masse nochmals 30 Sekunden auf Stufe 4 emulgieren.
Das Bärlauch-Pesto schmeckt kräftig-würzig, zu frischen Nudeln ein Gedicht!

Aber eine Nudelmaschine soll es doch bald mal sein.....

Kegalas Zucchinigratin

Als Abendessen gab es bei uns Kegalas sehr leckeres Zucchinigratin. 


Mit geringfügigen Änderungen: 

  • statt 60 g geriebenen Käse gab es nur 30 g.
  • Ich habe 2 Eier verarbeitet und mit 100 g Milch den Sauerrahm ersetzt.

Es hat uns wirklich gut geschmeckt, weil es eine leichte, gesunde Mahlzeit ist.

11. März 2011

Schwäbische Dampfnudeln mit Vanillesauce

Und hier kommt wieder die Oma ins Spiel, die kaum einen Penny auf meine Kochkünste gab. Bei ihr habe ich oft Dampfnudeln gegessen, mit wachsender Begeisterung... . 
Il frullino hat Urlaub, das große frullino-Kind Schulferien und das kleine frullino-Kind keine Lust auf Kindergarten. Da kann man doch mal seine Familie (und sich selbst) verwöhnen, oder? Und genau deshalb gab es heute Dampfnudeln. Und als ob der Herr frullino das meilenweit gegen den Wind gerochen hätte, er kam just zu der Zeit nach Hause, als die ersten Dampfnudeln aus der Pfanne kamen.
Dampfnudeln sind ein salziges Hefeteig-Gebäck, das in der Pfanne gegart wird und dabei eine knusprige goldbraune Kruste bekommt.

  • 470 ml Milch in den Mixtopf geben, außerdem 30 g Hefe und 1 Tl Zucker.
  • Die Flüssigkeit bei 37° und Stufe 1 für 3 Minuten erwärmen.
  • 750 g Mehl und 15 g Salz zufügen und 5 Minuten auf der Knetstufe kneten.
  • Den Teig entnehmen, zu einer Kugel formen und in einer Schüssel abgedeckt an einem warmen Ort bis zur doppelten Menge (ca. 45 Minuten) gehen lassen.
  • Nun den Teig auf eine bemehlte Fläche geben und ca. 2 cm dick auswellen.
  • Mit einem Vorspeisenring oder einem Glas/Becher ca. 6-8 cm große Teiglinge ausstechen.
  • Die Teiglinge nochmals zugedeckt ca. 30 Minuten lang gehen lassen.

Zum Braten der Dampfnudeln benötigt man eine große Pfanne mit Glasdeckel.
  • Außerdem pro Bratvorgang 130 ml Wasser, 3 El neutrales Speiseöl, z.B. Sonnenblumenöl und 1/2 TL Salz.
  • In die Pfanne das Wasser und das Öl geben, dann das Salz einstreuen und die Pfanne erhitzen. 
  • Bevor die Flüssigkeit anfängt zu köcheln einige Dampfnudeln hineingeben, 
  • dabei Zwischenräume lassen denn der Teig geht nochmals,  und den Glasdeckel aufsetzen.
  • Sobald sich Dampf gebildet hat, die Hitze auf 2/3 reduzieren.
  • Ca. 10-12 Minuten die Dampfnudeln garen lassen.
  • Das Kondenswasser, das sich im Deckel bildet, sollte nicht auf die Dampfnudeln tropfen, sonst fallen sie ein und bekommen Dellen.
  • Daher wenigstens einmal vorsichtig an der Pfanne rütteln, damit das Kondenswasser an der Seite wegfließt.
Die Dampfnudeln garen durch den entstehenden Dampf. Ist das Wasser verdampft, bekommen die Dampfnudeln durch das in der Pfanne zurück gebliebene Öl eine goldbraune Kruste. Wichtig ist darauf zu achten, wann das Wasser verdampft ist. Denn dann braten die Teiglinge und brauchen maximal noch 1-2 Minuten. Durch das Salz bekommen sie eine Kruste, die Schwaben nennen das "Füßle".

Vanillesoße selbstgemacht
  • 500 ml Milch, 2 Eigelbe, 40 g Agavendicksaft, 1 Meßlöffel Johannisbrotkernmehl und das Mark einer halben Vanilleschote in den saubern Mixtopf geben.
  • Bei 90° auf Stufe 2 für 6 Minuten kochen, danach noch 30 Sekunden auf Stufe 10 aufschäumen.
Die Dampfnudeln kann man mit der Vanillesauce, aber auch mit Fruchtkompott essen.
Und auch kalt "aus der Hand" schmecken sie noch (fast) genauso gut...